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Die Geschichte von Gratien & Meyer

Manche Geschichten beginnen mit einer Vision. Die von Gratien & Meyer begann 1864 mit dem Wunsch, das Loire-Tal und seine außergewöhnlichen Schaumweine der Welt zu zeigen. Mehr als 160 Jahre später ist dieser Wunsch zur Tradition geworden.

Schlösser der Loire-Könige

1864: Gründung am Ufer der Loire

Alfred Gratien wählte Saumur nicht ohne Grund. Die Stadt liegt im Herzen des Loire-Tals, umgeben von Weinbergen, deren Böden und mildes Klima ideale Bedingungen für feine Schaumweine bieten.

Der Tuffstein, aus dem die Schlösser der Loire-Könige in der Renaissance erbaut wurden, durchzieht die Hügel rund um Saumur in Form von natürlichen Gängen und Höhlen. Kühl, still und lichtgeschützt ergeben sie ideale Bedingungen für die langsame Reifung von Schaumwein. Alfred Gratien ließ seine Kellerei in diesen Tuffstein hineinbauen. Ein Fundament, das bis heute trägt.

Höhle
Flaschen

Die Tuffsteinkeller: Natur als Teil des Handwerks

Was die Keller von Gratien & Meyer auszeichnet, ist ihre Beständigkeit. Konstante kühle Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit und absolute Dunkelheit. Das sind Bedingungen, unter denen Schaumwein so reifen kann, wie er es soll: langsam, gleichmäßig und in Ruhe. Die Flaschen ruhen hier mindestens 18 Monate auf der Hefe, weit über das gesetzlich vorgeschriebene Minimum hinaus.

Dieser Stein, der Tuffau, ist dieselbe helle Kalksteinsorte, die das Château de Chenonceau und andere Meisterwerke der Loire-Architektur prägt. Bei Gratien & Meyer ist er keine Fassade, sondern ein Fundament im wörtlichen wie übertragenen Sinne.

Gratien Meyer Flasche
Gratien Meyer Flasche befüllen

Méthode Traditionnelle: dieselbe Kunst in der Herstellung

Die Herstellung von Gratien & Meyer Crémants erfolgt nach der Méthode Traditionnelle, die für Cremants vorgeschrieben ist . Die zweite Gärung ist die Grundlage für die feine Perlage und findet nicht im Tank statt, sondern in der Flasche. Ein aufwändigerer, langsamerer Weg, aber der einzige, der die Komplexität und Feinheit hervorbringt, die Gratien & Meyer anstrebt.

Jede Flasche wird von Hand im Rüttelpult (Pupitre) gedreht, damit sich die Hefe im Flaschenhals sammelt und beim Degorgieren entfernt werden kann. Es ist ein Prozess, der Geduld fordert und belohnt: mit einer Perlage von Feinheit, einer cremigen Mousse und einem Schaumwein, der sich Zeit gelassen hat, um zu werden, was er ist.

Die Rebsorten des Loire-Tals

Was Gratien & Meyer zu etwas Besonderem macht, sind nicht zuletzt die Rebsorten, mit denen gearbeitet wird. Chenin Blanc bringt Frische und eine für die Region typische Würze. Cabernet Franc sorgt für Struktur und Tiefe. Chardonnay verleiht Eleganz und Länge. Grolleau, eine alte regionale Sorte, rundet die Cuvées ab.

Es sind Trauben, die das Loire-Tal atmen und die in den Händen von Gratien & Meyer zu Crémants werden, die die Region in jedem Schluck widerspiegeln.

Gratien & Meyer und Alfred Gratien: zwei Häuser, ein Ursprung

Wer in der Welt des Schaumweins unterwegs ist, wird auf zwei Namen stoßen, die denselben Gründervater haben: Gratien & Meyer in Saumur und das Champagnerhaus Alfred Gratien in Épernay. Beide entstammen demselben Unternehmergeist, demselben Anspruch an Qualität und Handwerk und sind heute eigenständige Marken mit eigenem Charakter.

Während Alfred Gratien in der Champagne die klassischen Methoden der Champagnerproduktion pflegt, steht Gratien & Meyer im Loire-Tal für den Beweis, dass Crémant auf Augenhöhe mit den großen Schaumweinen der Welt spielen kann.