Auf dem Wiener Friedenskongress 1814/15 gelang Metternich das Kunststück, Europas Mächte zu einem friedlichen Miteinander zu führen. Als Dank für sein überragendes Verhandlungsgeschick bekam Fürst von Metternich von Kaiser Franz I. am 1. Juli 1816 den Johannisberg samt Schloss geschenkt. So gelangte der Berg, den zuvor schon Napoleon besessen hatte, in den Besitz der Fürsten von Metternich.
Die Schenkung hatte allerdings eine Auflage: Der Zehnt jeder Weinernte ging an das Kaiserhaus Habsburg; eine Regel, die unverändert bis heute gilt. Metternich nahm auch als mächtiger Politiker den Weinbau seiner Rheingauer Domäne Johannisberg äußerst ernst: einerseits wegen der wertvollen Weine, die bedeutende Einnahmen garantierten andererseits weil der Fürst passionierter Landwirt war, der sich die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse für den Weinbau zunutze machte.
Unter der Führung des Fürsten von Metternich hat sich der Riesling von Schloss Johannisberg weltweit einen Namen gemacht, seine Position ausgebaut und bis heute erhalten.